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Mittwoch 10.07.2024 08:30 - Mittwoch 10.07.2024 16:30

Aufbauseminar "Preisverhandlungen" - Preiserhöhungen und Preisverteidigung

Hintergrund

In Zeiten steigender Kosten für Material, Energie, etc. lehnen Konzern-Einkäufer Preis­erhöhungen erst mal ab und manche verweigern sogar ein Gespräch, sind eine Zeit lang nicht erreichbar. Sie wurden auf die Forderungen von Lieferanten entsprechend vorbereitet und erst mal auf Abwehr geschaltet. Doch davon sollte man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen.

Das erste Nein, die erste Ablehnung ist nur der Auftakt für einen solchen Verhandlungs-prozess, der Ausgang ist noch völlig offen. Denn in Phasen steigender Marktpreise für Vormaterial oder Energie kommen ganz viele Zulieferer mit Forderungen auf die Einkaufsseite zu und nicht alle sind erfüllbar. In dieser Situation hat man mit einer ʺStandard-Argumentationʺ wie sie viele andere auch anwenden nur geringe Chancen. Vielmehr braucht es einen individuellen Ansatz mit einer ganz spezifischen Begründung.

In der Phase der sinkenden Indizes und Beschaffungskosten schlägt das Pendel dann zurück in die andere Richtung. Die Einkäuferseite ist angehalten bei ihren Zulieferern wieder Preisereduktionen und Savings durchzudrücken. Sehr oft mit der Vorgabe, dass die Preise wieder auf das Vor-Krisen-Niveau gesenkt werden müssen und nicht selten auch noch verbunden mit massiven Drohungen. Das bringt die Verkäufer zurück in die Verteidigung, jedoch auf einer veränderten Ausgangs-Basis und erschwert durch eigene Zusagen, dass die Teile-Preise dann bei fallenden Indizes auch wieder gesenkt werden.

Die Achterbahnfahrt mit Kosten und Indizes sind für beide Seiten keine leichten Aufgaben. Umso mehr gilt die Erkenntnis des FBI-Verhandlungsexperten Chris Voss: ʺVerhandlungen sind keine rationale Angelegenheitʺ. Man muss sein Gegenüber erst emotional abholen und eine gemeinsame Basis schaffen, bevor es um Daten und Fakten gehen kann. Danach braucht es eine „flexible Architektur“ der Forderungen oder der Verteidigungslinie als Grundlage für eine gemeinsame Lösungsfindung, die dann in den anschließenden „Gremien“ des Kunden auch Bestand haben kann. Dafür müssen konventionelle wie auch unkonventionelle Wege einbezogen werden, die die Vorgaben und “Tabus“ der Einkäufer geschickt umgehen

Seminarangebot

Das Seminar enthält Vortrag/Diskussion und die Möglichkeit zur Entwicklung einer Argumentationskette für einen Modellkunden in Einzel- oder Gruppenarbeit. Inhalte sind u.a.:

  • Recap: Die aktuelle Lieferanten-Position und resultierende Chancen/Gefährdungen
  • Ausgangslage und Vorgaben auf der Einkäufe-Seite: Vorgaben und Spielräume für Zugeständnisse, Leitfaden und Zwänge der Einkäufer bei den Verhandlungen
  • ʺVerhandeln ist keine rationale Angelegenheit!ʺ Die Phasen der Verhandlung mit schwierigen Gegnern
  • Aufbau und Architektur der Preisverteidigung oder Preiserhöhungen: Die Bausteine für das Vorbringen der Abwehr oder Forderungen; Verhandlungen bei sinkenden Indizes und Kosten; Prozess für die gemeinsame Lösungsfindung
  • Zusammenfassung im 10-Punkte-Plan: Das strategische Element im Package und die ʺStoryʺ fürs Gremium
  • Die Toolbox zur kontrollierten Eskalation: Die kleinen Tools der Eskalation, Grenzen des Liefervertrags
  • Praktische Arbeiten für ausgewählte Kunden oder Case Studies aus der Praxis
  • Zusammenfassung und Fazit

Dieses Aufbau-Seminar setzt die Kenntnisse des Basisseminars „Preisverhandlungen“ voraus. Die Schulung richtet sich insbesondere an Mitarbeiter aus Mitgliedsunternehmen des ofraCar - Automobilnetzwerk e.V., steht bei entsprechenden Platzkapazitäten aber auch allen anderen interessierten Unternehmen aus der Region offen. Durchgeführt wird das Seminar von einem erfahrenen und qualifizierten Trainer.

Anmeldung

Detaillierte Informationen zur Schulung mit Angabe der Teilnahmebedingungen finden Sie in den kompletten Ausschreibungsunterlagen, die nachfolgend zum Download abrufbar sind. Bitte nehmen Sie Ihre Anmeldung mit dem darin enthaltenen Anmeldeformular per Fax oder per E-Mail an info@ofracar.org vor.
Übermitteln Sie uns bitte Ihre kompletten Kontaktdaten. Wir senden Ihnen nach Anmeldeschluss eine Anmeldebestätigung per E-Mail zu.

Anmeldeschluss ist Freitag, 28. Juni 2024. Bitte beachten Sie die begrenzte Anzahl an verfügbaren Plätzen.

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Termininformationen:
Mittwoch 10.07.2024 08:30 -
Mittwoch 10.07.2024 16:30
Ort:
Die Digitalwerkstatt, Breitweidig 27, 91301 Forchheim