Sehr häufig berichten Medien über Rückrufaktionen verschiedenster OEM. Durch die immer komplexere Entwicklung (einschl. Elektronik und Multimedia), die Standardisierung von Teilen (Plattformen) und die weltweite Vergabe von Zulieferverträgen, erhöht sich das Risiko von Kundenreklamationen und Unfällen. Die Hersteller und Händler haften nach den Gesetzen des Hersteller- und Vertriebslandes.
Deshalb richten die OEM der Automobilindustrie höhere Anforderungen an die Zulieferanten und Verantwortliche für die Produktsicherheit. So fordert z.B. der VW Konzern (Formel Q) namentlich benannte Produktsicherheitsbeauftragte.
Das Entwickeln, Beschaffen und Produzieren von Zulieferteilen setzt umfassende Sach- und Fachkenntnis zur Sicherheit des betreffenden Produkts und der Prozesse voraus. Mithilfe strukturierter Abläufe, der Kompetenz von Führungskräften / Mitarbeitern und der Einhaltung der Disziplin lassen sich die Risiken für Haftungsfälle minimieren. Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) und Produkthaftungsgesetz (ProdhaftG) definieren in Verbindung mit den kundenspezifischen Vorgaben die von Produzenten zu erfüllenden Produktsicherheitsanforderungen in Deutschland und Europa und geben so den Rahmen der betrieblichen Prozessverantwortungen vor.
Das ofraCar-Netzwerk organisiert für seine Mitglieder einen Workshop, in dem grundlegende Fragen zur Produktsicherheit, den Anwendungen, sowie Regelkreise in der betrieblichen Praxis diskutiert werden: Wie gehe ich in meinem Betrieb mit den Forderungen um? Welche Ressourcen erfordern diese? Was ist bei der Umsetzung besonders zu beachten?, etc.
Unser Fachreferent Sven Klauer vermittelt Ihnen dazu zunächst einen Überblick zu den wesentlichen Fakten. In der anschließenden Diskussion greifen wir dann Ihre individuellen Fragen auf und erörtern diese gemeinsam.
Eingeladen sind alle interessierten Vertreter aus den Führungsteams der Mitgliedsunternehmen. Insbesondere Firmeneigner, Geschäftsführer und leitende Angestellte, die seitens ihrer Kunden bereits mit der Forderung nach mehr Produktsicherheit konfrontiert worden sind, die daraus resultierenden Konsequenzen für sich aber noch nicht abschließend beantwortet haben, können Ansatzpunkte und wichtige Anregung für Ihre tägliche Arbeit mitnehmen.
Bei entsprechender Resonanz ist eine Vertiefung des Themas geplant - z.B. eine praxisorientierte Schulung, in der Teilnehmer intensiv auf ihre Aufgabe als „Produktsicherheitsbeauftragter" vorbereitet werden.
Wir laden Sie herzlich zu unserem Workshop ein und freuen uns auf Ihr Kommen!
Das komplette Programm und einen Einladungsflyer mit Anmeldeformular finden Sie hier: